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Maca: die Wurzel aus den Anden

3 Min. Lesezeit2 Quellen

Maca ist eine traditionelle Knolle der südamerikanischen Inka. Auch hierzulande wird die Knolle immer beliebter. 

Inhalt 6 Abschnitte
  1. Maca: eine Knolle mit langer Tradition
  2. Maca Inhaltsstoffe - was ist drin?
  3. Maca – Darreichungsformen
  4. Maca – Dosierung
  5. Maca – Nebenwirkungen
  6. Maca kaufen

Maca: eine Knolle mit langer Tradition

Bei Maca handelt es sich um eine knollige Wurzel. Sie wird einem peruanischen Kressegewäch aus der Kreuzblütlerfamilie zugeordnet und wächst auf über 4000 m Höhe. Dort trotzt sie selbst harten Umweltbedingungen, wie Kälte und hoher UV-Strahlung. Maca hat eine lange Tradition. Bereits vor über 2000 Jahren soll die Pflanze kultiviert worden sein. Auch die Inkas wendeten die Knolle an. Neben Yacon und Lucuma setzten sie auch auf die Maca Wurzel. Auch die Spanier exportierten große Mengen Maca in ihr Heimatland. In Peru hat die Maca Knolle bis heute ihren festen Platz.

Maca Inhaltsstoffe - was ist drin?

Folgende Inhaltsstoffe enthält die Knolle:
  • Eiweiß
  • Kohlenhydrate
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (insbesondere Steroide, Imidazol-Alkaloide und Senfölglykoside 
  • Jod
  • Zink
  • Eisen
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Kalzium
Das Besondere: Maca weist einen höheren Anteil an Eisen und Kalzium auf als die Kartoffel.

Maca – Darreichungsformen

Maca kann sowohl in Kapsel- als auch in Pulverform eingenommen werden. Kapseln eignen sich für eine längerfristige Einnahme und können problemlos mit auf Reisen genommen werden. Fertig dosiert gelingt das Schlucken ohne vorheriges Abwiegen. Dabei ist es wichtig, dass Anwender auf die Einnahmeempfehlungen achten, da Hersteller die Kapseln unterschiedlich befüllen. Mit Maca Pulver erhalten Anwender mehr Freiheit, was die Anwendung betrifft. Das Pulver kann in Getränke oder Speisen gemischt werden. Viele Käufer geben Maca in ihr tägliches Müsli oder in Zwischenmahlzeiten wie Joghurt. Zudem wird Maca Pulver als reiner bezeichnet, da der Kapselform häufig viele weitere Stoffe zugesetzt werden. Darunter auch aufputschende Mittel, weshalb es wichtig ist, die Dosierungsanleitung genau zu lesen.

Maca – Dosierung

Die empfohlene Tagesdosis variiert in der Regel zwischen drei bis fünf Gramm. Wer Maca neu einnimmt, sollte zunächst mit einer niedrigen Dosierung starten. Dafür empfiehlt sich eine Dosierung von 1,5 bis maximal 3 g Maca täglich. Die Einnahme kann auf mehrere Einzeldosen über den Tag verteilt werden.

Maca – Nebenwirkungen

Während klinischer Studien konnten keine Nebenwirkungen bei der Einnahme von 3-4 g Maca Pulver täglich festgestellt werden15. Anwender sollten eine maximale Dosierung von 5 g nicht überschreiten, um etwaige Nebenwirkungen zu vermeiden. Da Maca Senföle enthält kann es rein theoretisch zu Magenreizungen kommen. Deshalb sollten Menschen mit Magen-Darm-Entzündungen sicherheitshalber keine Maca Produkte konsumieren, was insbesondere für die frische, unbearbeitete Variante gilt.

Maca kaufen

Maca Pulver wird traditionell in mehreren Schritten verarbeitet. Zunächst werden die Knollen geerntet und daraus Pulver hergestellt. Nach einer Trocknungszeit wird das Macamehl nach einigen Wochen in Öfen bei 60° getrocknet. Die Macamide, typische Inhaltsstoffe der Macapflanze, entstehen durch die oben genannte traditionelle Herstellung, woran auch die extremen Umweltverhältnisse beteiligt sind 16. Durch ein Zusammenspiel der Umwelteinflüsse und der Inhaltsstoffe der Maca  bilden sich die Macamide. Die frische Variante von Maca enthält hingegen nur einen geringen Anteil der wertvollen Macamide 16. Die traditionelle Herstellung gilt daher als Qualitätskriterium für ein gutes Maca Produkt. Falls die Verarbeitung aus der Produktbeschreibung nicht ersichtlich wird, lohnt sich eine Nachfrage beim Hersteller des Vertrauens. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass Maca Pulver und Kapseln frei von Zusatzstoffen sind.

Quellen

  1. Shin BC, Lee MS, Yang EJ, Lim HS, Ernst E. Maca (L. meyenii) for improving sexual function: a systematic review. BMC complementary and alternative medicine. 2010;10:44. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2928177/
  2. Esparza E, Hadzich A, Kofer W, Mithofer A, Cosio EG. Bioactive maca (Lepidium meyenii) alkamides are a result of traditional Andean postharvest drying practices. Phytochemistry. 2015 Aug;116:138-48. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25817836

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