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Yacon – die süße Inkawurzel

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Yacon wird auch als Inkawurzel bezeichnet. In ihrer südamerikanischen Heimat wird sowohl die Wurzel als auch das Blattwerk verwendet. Aus den Knollen stellen Einheimische einen Sirup oder ein Pulver her. Durch den süßen Eigengeschmack wird Yacon, ebenso wie Lucuma, gerne als Süßungsmittel eingesetzt. Auch hierzulande kann die Inkawurzel durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe punkten.

Inhalt 8 Abschnitte
  1. Die Heimat von Yacon
  2. Inhaltsstoffe von Yacon
  3. Weitere Nährstoffe:
  4. Yacon in Tradition und Forschung
  5. Yacon – Darreichungsformen
  6. Yacon – Dosierung
  7. Yacon Nebenwirkungen
  8. Yacon kaufen

Die Heimat von Yacon

Yacon stammt aus der peruanischen Hochebene. Die Yacon Pflanze fühlt sich in Höhenlagen zwischen 1000 und 3500 Metern am wohlsten. Sie selbst kann eine Höhe von bis zu 3 Metern erreichen und verfügt über bis zu 25 cm lange Wurzeln. In Peru wird Yacon auch liebevoll Bodenapfel genannt. Die heimische Bevölkerung verzerrt die Wurzeln im rohen oder gegarten Zustand. Der Geschmack wird als süß sowie saftig beschrieben und erinnert an Honig und Karamell. Aufgrund ihrer geschmacklichen Eigenschaften wird aus der Wurzel ein Zuckerersatz hergestellt. Die Blätter werden zu Tabletten weiterverarbeitet. Die Yacon Pflanze kann auch zur Herstellung von Tee und Sirup genutzt werden. Übrigens: In Deutschland kann die südamerikanische Pflanze ebenfalls kultiviert werden. Da sie jedoch nicht winterhart ist, muss sie in der kalten Jahreszeit im Haus überwintern.

Inhaltsstoffe von Yacon

Yacon ist besonders beliebt als Zuckerersatz. Der Sirup der südamerikanischen Pflanze liefert 100 kcal weniger als herkömmlicher Haushaltszucker. Zum Vergleich: Haushaltszucker weist 400 kcal pro 100 g auf. Bei Yaconsirup sind es hingegen nur 300 kcal. Yaconpulver enthält ca. 330 kcal. Etwa 50 Prozent des Fructosegehaltes machen Inulin und Fructooligosaccharide (FOS) aus. Saccharose, Glucose und Fructose, also verdauliche Zucker, machen nur einen niedrigen Anteil der Inhaltsstoffe aus. Die Yacon Wurzel besteht vor allem aus Inulin und FOS. Inulin kann vom Körper nicht verdaut werden. Die aus Mehrfachzucker bestehende Substanz eignet sich gut als Zuckerersatz. Die Yacon Wurzel weist einen Anteil von 40-50 Prozent FOS auf. Die Fructooligosaccharide setzen sich aus Zuckermolekülen zusammen, die von körpereigenen Enzymen nicht verdaut werden können.

Weitere Nährstoffe:

• Aminosäuren • Kalzium • Kalium • Eisen • Phosphor • Ballaststoffe

Yacon in Tradition und Forschung

In Südamerika wird die Yacon Pflanze bereits seit Tausenden von Jahren genutzt. Der peruanischen Bevölkerung dient das Gewächs vor allem als Lebensmittel. Auch hierzulande wird Yacon immer bekannter. Zudem ist Yacon Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Yacon – Darreichungsformen

Yacon kann als Sirup zum Süßen verwendet werden. Dabei verfeinert er eine Vielzahl von Speisen. Aber auch in Form von Kapseln oder Pulver ist Yacon erhältlich. Das Pulver kann für eine angenehme Süße in Backwaren und Getränken sorgen. Auch als Tee ist Yacon erhältlich. Die Inkawurzel kann auch pur verzehrt werden. Sie kann jedoch nicht lange gelagert werden, denn dann werden die enthaltenen FOS in Zucker umgewandelt. Damit wird die Wurzel zwar süßer, enthält aber gleichzeitig weniger FOS.

Yacon – Dosierung

Die Verzehrmengen richten sich nach der Darreichungsform, wobei sich Anwender stets an die Verzehrempfehlung auf der Verpackung halten sollten. Zunächst gilt es mit einer geringen Dosis zu beginnen, um die Effekte auf die Verdauung beobachten zu können. Ist die Dosis zu hoch kann es zu Durchfällen kommen. Bei Yacon Sirup sollten sich Anwender an eine Menge von maximal 5 Teelöffeln pro Tag halten. Um den Körper an Yacon zu gewöhnen, sollte mit einem Teelöffel begonnen werden. Nach einigen Tagen kann die Dosis allmählich gesteigert werden. Der Yacon Sirup eignet sich hervorragend zum Süßen von Speisen. Anwender sollten den Sirup möglichst nicht erhitzen, denn dadurch können wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden. Die Kapseln sollten gemäß der Verzehrempfehlung auf der Verpackung eingenommen werden. In der Regel wird dazu geraten, die Kapseln zweimal täglich vor den Mahlzeiten einzunehmen. Dabei sollte auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden. Wer die Wurzel pur verzehren möchte, sollte auch hier zunächst mit einer kleinen Menge starten. Sie kann sowohl roh als auch gegart gegessen werden. Dazu muss zunächst die braune und die darunterliegende weiße Haut geschält werden. In Stücke geschnitten eignet sich das gelbe Fruchtfleisch als Zutat in Smoothies, Müsli und Obstsalaten. Aber Achtung: Wie erwähnt sollte die Wurzel nicht lange gelagert werden. Unkomplizierter gelingt die Verwendung mit Kapseln und Pulver.

Yacon Nebenwirkungen

Yacon sollte bedarfsgerecht und individuell dosiert werden. Eine zu hohe Dosis kann zu Durchfall, Übelkeit, Blähungen und sonstigen Verdauungsbeschwerden führen. Aus diesem Grund sollte zunächst mit einer geringen Dosis gestartet werden, um diese Schritt für Schritt anzupassen. Bei akutem Durchfall sollte Yacon weder frisch noch verarbeitet aufgenommen werden. Menschen mit einer Fruktoseintoleranz sollten ebenfalls vorsichtig bei der Einnahme sein, da die Bestandteile häufig nicht gut vertragen werden.

Yacon kaufen

Frische Yacon Wurzeln gibt es hierzulande nicht überall zu kaufen. In einigen Lebensmittelgeschäften können sie zeitweise erhältlich sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, bevorzugt den Internetkauf. Hierbei ist es wichtig, Yacon nur von einem Händler seines Vertrauens zu beziehen. Damit können Käufer sicher sein, dass sie eine gute Qualität erhalten. Einen ersten Hinweis auf die Qualität kann das Bio Siegel liefern. Damit wird dem Käufer signalisiert, dass das Produkt frei von Zusatzstoffen oder schädlichen Bestandteilen ist. Auch Informationen über die Herkunft des Produktes geben Sicherheit. Bei Unklarheiten lohnt es sich, bei dem jeweiligen Händler nachzufragen.

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