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Acerola: die karibische Kirsche mit natürlichem Vitamin C

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Acerola ist eine aus Mittel- und Südamerika stammende kirschähnliche Frucht. Besonders beliebt wurde sie, genau wie Camu Camu, durch ihren natürlichen Vitamin C Gehalt. Dabei kann die Frucht noch mit mehr punkten. Acerola enthält einen Nährstoffkomplex, der sich aus Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffe zusammensetzt. Selbst die Mayas schätzten die tropische Frucht.

Inhalt 9 Abschnitte
  1. Was ist Acerola?
  2. Anwendung und Tradition in heimischen Gefilden
  3. Acerola – Ernte
  4. Inhaltsstoffe von Acerola - was ist drin?
  5. Weitere Inhaltsstoffe der Superfrucht Acerola:
  6. Nährwertangaben
  7. Einnahme und Dosierung von Acerola
  8. Acerola Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
  9. Acerola kaufen

Was ist Acerola?

Die kirschähnlichen Früchte stammen von dem Acerolabaum, auch Malpighia glabra genannt. Das Gewächs gehört zur Familie der Malpighien, wozu auch die Lianen gehören. Hierzulande wird die Powerfrucht auch Ahornkirsche, Jamaikakirsche oder Puerto-Rico-Kirsche genannt. Beheimatet ist die Frucht in verschiedenen Regionen Mittel- und Südamerikas. Wo genau die Acerola zuerst ihre Triebe ausgestreckt hat, ist unklar. Pflanzenforscher vermuten allerdings die mexikanische Halbinsel Yucatan als ursprüngliche Heimat. Mittlerweile hat sich die Acerola weit verbreitet und kann tropische sowie subtropische Gefilde ihre Heimat nennen. Dazu gehören Panama, Florida, Jamaika, Brasilien, Guatemala und Mexiko. Die Acerolapflanze erreicht eine Höhe von 1 bis 3 m und wächst an Flussufern, Felsen oder auf trockenem Kalkstein. Selbst längeren Trockenperioden kann sie trotzen. Spanische Eroberer gaben dem Superfood seinen Namen, wobei sie eine Verwandtschaft mit den heimischen Kirschsorten vermuteten. Auch wenn es eine gewisse Ähnlichkeit gibt, ist die Acerolafrucht mit unseren Kirschen nicht verwandt.

Anwendung und Tradition in heimischen Gefilden

Das Fruchtfleisch ist saftig, bildet aber einen sehr sauren Geschmack aus. In den Anbaugebieten wird die Frucht gerne frisch verzehrt oder zu Säften, Extrakten und Marmeladen weiterverarbeitet. Bei der Produktion wird an Zucker nicht gespart, um den sauren Geschmack zu überdecken. In Lateinamerika hat Acerola eine lange Tradition. Paz M, Gúllon P, Barroso MF, Carvalho AP, Domingues VF, Gomes AM, Becker H, Longhinotti E, Delerue-Matos C. Brazilian fruit pulps as functional foods and additives: evaluation of bioactive compounds. Food Chem. 2015 Apr 1;172:462-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25442579 Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Superfood von Forschern, die sich auf einer Dschungelexpedition befanden, entdeckt. Schnell war klar, dass es sich dabei um eine Vitamin-C-haltige Frucht handelt. Mittlerweile wurden die herausragendsten Inhaltsstoffe nachgewiesen Ribeiro da Silva LM, Teixeira de Figueiredo EA, Silva Ricardo NM, Pinto Vieira IG, Wilane de Figueiredo R, Brasil IM, Gomes CL. Quantification of bioactive compounds in pulps and by-products of tropical fruits from Brazil. Food Chem. 2014 Jan 15;143:398-404. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24054258   

Acerola – Ernte

In der Regenzeit entfaltet der Acerolabaum seine weißen oder hellrot bis rosa gefärbten Blüten. Daraus entstehen in einem Zeitraum von 25 Tagen die beliebten Acerolafrüchte. Insgesamt kann das Superfood viermal im Jahr in den Tropen geerntet werden. Die Steinfrucht ist 1 bis 3 cm groß und besitzt eine rötliche bis orangegelbe Erscheinung. Die Acerolafrucht kann nicht lange transportiert werden, da die äußere Haut aufgrund ihrer dünnen Beschaffenheit schnell einreißt.

Inhaltsstoffe von Acerola - was ist drin?

Der nennenswerteste Bestandteil ist sicherlich Vitamin C. Darüber hinaus enthält die Acerolakirsche folgende Inhaltsstoffe:
  • Vitamine: Vitamin C, B2, B3, B5, Betacarotin
  • Mineralien: Eisen, Kalium, Calcium, Fluor, Natrium, Magnesium
  • Spurenelemente: Zink, Fluor

Weitere Inhaltsstoffe der Superfrucht Acerola:

Neben Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen enthält das Superfood auch Flavonoide, Anthocyane und Polyphenole. Diese Stoffe zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen.

Nährwertangaben

  • Brennwert: 32 kcal
  • Kohlenhydrate: 7,69 g
  • Fette: 0,3 g
  • Eiweiße 0,4 g

Einnahme und Dosierung von Acerola

Acerola ist in folgenden Darreichungsformen erhältlich:
  • Acerola Saft
  • Acerola Pulver
  • Acerola Kapseln
Am beliebtesten ist die Saftvariante. Anwender können dafür auf ein Glas Acerola Saft täglich vertrauen, um ihren Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Rein theoretisch würde sogar ein Schnapsglas ausreichen. Sehr hohe Mengen sollten trotzdem vermieden werden, mehr dazu unter Nebenwirkungen. Am vielseitigsten ist das Acerola Pulver. Dabei werden die Früchte schonend mithilfe einer Gefriertrocknung zu dem beliebten Pulver weiterverarbeitet. Die Dosierungsempfehlung beträgt 1 g täglich, was einem halben Teelöffel Pulver entspricht. Das Pulver kann in Getränke und Speisen eingestreut werden. Am besten eignen sich dafür Fruchtsäfte, Smoothies, Müsli oder Milchspeisen. Anwender können das Pulver auch unkompliziert in Wasser auflösen. Auf Reisen eignen sich Acerola Kapseln am besten. Sie sind bereits fertig dosiert und ermöglichen eine unkomplizierte Einnahme. In der Regel sind die entsprechenden Präparate mit 500 mg Acerola Pulver befüllt. Anwender sollten die Kapseln zweimal täglich mit ausreichend Wasser aufnehmen. Da die Dosierungen voneinander abweichen können, sollte stets die Verzehrempfehlung auf der Packung beachtet werden.

Acerola Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

In der Regel treten nach dem Verzehr von Acerola Produkten keine Nebenwirkungen auf, wenn die jeweilige Dosierungsempfehlung beachtet wurde. Menschen, die sehr hohe Mengen von Acerola aufgenommen haben, klagten über Übelkeit, Magenkrämpfe und Durchfall. Dann gilt es, die Einnahme für einige Tage zu unterbrechen und wieder mit einer geringen Dosis zu starten. Treten die Beschwerden erneut auf, sollte der behandelnde Arzt zurate gezogen werden. Übrigens: Menschen, die eine Neigung zu Nierensteinen besitzen oder unter Gicht leiden, sollten vorsichtig im Umgang mit Vitamin C Präparaten sein. Auch Personen, bei denen eine Eisenverwertungsstörung festgestellt wurde, sollten entsprechende Produkte nur mit Bedacht wählen. Zudem gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob Acerola bei Schwangeren und Stillenden zu Nebenwirkungen führen kann.

Acerola kaufen

Im Onlinehandel können Anwender auf eine große Auswahl von Acerola Produkten zurückgreifen. Beim Kauf gilt es, auf die Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe zu achten. Auch die Angabe des genauen Vitamin C Gehaltes und die Dosierungsempfehlungen sollten berücksichtigt werden. Hilfreich für den Anwender sind das Herstellungsdatum und Hinweise auf das verwendete Trocknungsverfahren. Hierbei sind die Gefriertrocknung und die Sprühtrocknung voneinander zu unterscheiden. Auch bei Acerola Produkten spielt das jeweilige Anbauverfahren eine große Rolle. Mit einem Bio Produkt sind Käufer auf der sicheren Seite, denn dann dürfen keine Pestizidrückstände oder andere schädliche Bestandteile enthalten sein. Einen Hinweis darauf gibt das entsprechende Bio Siegel. Chemische Zusätze haben in Acerola Produkten nichts verloren. Hochwertige Produkte verarbeiten 100 % natürliches Vitamin C und setzen die künstlich hergestellte Variante nicht zu. Das Gleiche gilt für Konservierungsmittel, Farbstoffe und Süßungsmittel. Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit sollten darüber hinaus auf eine glutenfreie Variante achten, um Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden. Acerola Pulver ist in der Regel Maltodextrin zugesetzt, um eine Klumpenbildung des Produktes zu verhindern. Übrigens: Wer auf Nummer sicher gehen will, bezieht Acerola Produkte vom Händler seines Vertrauens.

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